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Tierwelt

Kreta bietet nicht nur zahlreichen Zweibeinern eine wundervolle Heimat, sondern ist aufgrund ihrer Natürlichkeit in den Gebirgen und Schluchten auch die Behausung vieler artengeschützter Tiere.

Angeführt wird die Liste der tierischen Bewohner von den freilebenden und verwilderten kretischen Ziegen, die zu den einzigen Wildziegen Europas zählt. Der Reisende kann sie vorrangig in den Schluchten des Samariagebirges beobachten. Diese Heimat teilt sie sich mit zahlreichen Fledermausarten sowie den fast ausgestorbenen kretischen Rotwild.

Besonderer Augenmerk seitens der staatlichen Verwaltung liegt bei der Erhaltung des gewohnten Territoriums der kretischen Wildkatze sowie das der Mönchsrobbe, die man an den Küstenregionen der Insel beobachten kann. Hier bietet sich dem Reisenden oftmals auch ein bezauberndes Bild zahlreicher Delphine, die in den angrenzenden Meeren zuhause sind.

Gerade bei Wanderungen durch unerschlossenes Terrain sollte der Tourist Sorgfalt walten lassen, da sich hier auch einige Schlangenarten sowie Skorpione niedergelassen haben. Die meisten Vertreter dieser Gattungen sind zwar für den Menschen unschädlich, aber es gibt auch einige giftige Zeitgenossen, denen man in der schönsten Zeit des Jahres besser nicht begegnen sollte. Ihre Bisse sind zumeist nicht tödlich, können aber mitunter sehr schmerzhaft und behandlungsintensiv sein. Oftmals lohnt es sich auch, bei den Wanderungen einen Blick nach oben zu werfen, da in den Baumkronen kleine Eidechsenarten oder Geckos residieren, die man bewundern kann. Allgegenwärtig ist bei den Erkundungen des Landes das typische Zirpen der Grillen, welches man auch in den Städten vernehmen kann.

Seit Jahren verzeichnet Griechenland und besonders Kreta eine Vielzahl streunender Hunde und Katzen, denen die besondere Aufmerksamkeit der Tierschützer aus ganz Europa gilt. Hier kämpfen zahlreiche Tierfreunde aus aller Welt gegen die einzige Schattenseite dieses wundervollen Landes, und auch der Reisende sollte sich mit der Situation befassen, um nicht vor Ort durch eine Handlung missgünstig aufzufallen. Das Verhältnis der Bevölkerung bedarf hinsichtlich des Tierschutzes noch einiges an Aufklärungsarbeit, da aufgrund des Regierungsverhaltens das harmonische Miteinander nicht gerade gefördert wird, und dementsprechend nicht im Mittelpunkt des Beachtens steht. Daher wird auch das Füttern der Streuner nicht gern gesehen und nicht toleriert. Für Tierfreunde ist es aufgrund der vorherrschenden Situation schwer, im Herzen hart zu bleiben, jedoch kann jeder Reisende in so fern eine Hilfe bieten, da viele Tierschutzvereine vor Ort Flugpaten für ihre Vierbeiner suchen um sie aus der Not zu befreien.

Text von Claudia Schleicher