Etwa im Jahre 1400 n. Christus wurde die heute sehr beliebte Ortschaft Paleochora im südwestlichen Teil Kreta´s erstmalig besiedelt. Dominiert wird der kleine Ort von dem Fundament eines venezianischen Kastells, das erhaben auf einen Hügel residiert.
Von weitem sichtbar, wird Paleochora eingerahmt von herrlichen farbenintensiven Anbaufeldern, die Kulturpflanzen beherbergen. Der gängige Ackerbau und die Landwirtschaft wird jedoch hier nicht mehr vorrangig betrieben, da sich die Küstenortschaft weitgehendst am Tourismus als Einnahmequelle orientiert. Die Schattenseiten des kommerziellen Handelns werden hier bedauerlicherweise sehr vorrangig präsentiert, da sich die einstige malerische Küstenvegetation nur noch vereinzelt finden lässt, und den Investitionsanlagen der Reiseanbieter weichen musste.
Jedoch findet der aufmerksame Reisende gerade im inneren Zentrum noch ein kleines Juwel früherer Epochen. So sind in den zahlreichen Gassen verstärkt die reizenden Gavdos- Häuser zu sehen, die mit ihren einmaligen einfachen Baustil bezaubern, der sich auf minimalste Fläche erstreckt. Diese Häuser beanspruchen nämlich nur etwa eine Fläche von 7×4 Metern und haben winzige Fenster und Türen. Sehenswert ist auch der venezianische Brunnen im Herzen der Stadt, der in der gleichen Zeitrechnung erbaut wurde wie das Kastell.
Besonders regen Zuspruch findet der westlich gelegene Strand, der sich aufgrund der leicht abfallenden Wassertiefe für Familien mit Kindern eignet. Ergänzend lässt sich anführen, dass Paleochora ideal ist für einen vielfältigen Urlaub, da sich anhand der Lage sowohl die Stadt Chania als auch die Ausgrabungsstätten des westlichen Kreta´s leicht erreichen lassen.
Text von Claudia Schleicher
