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kreta

Mythos Zeus

Die Lasithi Hochebene findet man bei dem Ort Psychro im Südosten Kretas. Kennzeichnend ist für dieses Hochplateau die Legende, nach der sich hier die Geburtshöhle des Göttervaters Zeus befinden soll, ehe er von seiner Mutter aus Angst vor dem Vater in eine andere Hohle gebracht wurde.

Der Legende nach wollte Zeus Vater Kronos ihn einst töten lassen, als er in der Höhle zur Welt kam, da ihm ein Orakel beschworen hatte, dass Zeus ihm später die Macht über die Welt abnehmen würde. Aufgezogen von einer Nymphe entmachtete ihn Zeus tatsächlich mit Hilfe seiner Geschwister und bestieg in jungen Jahren den Thron des Olymps. Im Laufe seines langanhaltenden Wirkens zeugte Zeus viele Nachkommen, sowohl mit Göttinnen als auch mit sterblichen Erdenbürgern.

Als höchste Gottheit herrschte Zeus zusammen mit seinen Brüdern Poseidon und Hardes über die Erde, jedoch behielt sich Zeus die Herrschaft über die Himmelswelt vor, während Poseidon das Imperium der Meereswelt beherrschte und Hardes bis heute als Gott der Unterwelt gilt.

Anhand gefundener Artefakte und Reliquien kann man der Höhle eine Betätigung als Kultstätte bis in Jahr 2800v.Christus nachweisen. Die Erschließung der Zeushöhle begann im Jahre 1886, und wird heute von vielen Besucher jährlich besucht. Besonders sehenswert sind hier die auffallenden Felsformatierungen, sowie die typischen Tropfsteinbildungen. Leider sind die gefundenen historischen Objekte nicht vor Ort einsehbar, sondern sind im archäologischen Museum von Iraklio aufbewahrt.

Zum Mythos des Göttervaters Zeus lässt sich ergänzend anführen, dass ihm gerade in Griechenland auch heute noch zahlreiche Bauwerke und Architekturen gewidmet sind. Die Griechen sind ein Volk, welches sich auch in der Gegenwart mit ihren früheren Göttern und den Glauben daran identifiziert und diese Tradition liebt. So sind die Zeus zugedachten Symbole hier allgegenwärtig. Als typisches Zeichen für den Göttervater zählt seit jeher ein Blitzsymbol, der stolze Adler sowie auch der Eichenbaum, der seine Beständigkeit charakterisieren soll.

In der nahen Umgebung der Zeushöhle findet der Reisende auch das sehenswerte Kera Kardiotissa- ein Marienkloster dessen Ursprung auf das 14. Jahrhundert beziffert wird. Der aufwendig gestaltete Innenraum der Kirche ist aufgrund seiner Fresken besonders beachtenswert. Der Sage nach umgibt das Marienkloster ein besonderer Schutz. So wurde die Ikone, welches ein bedeutendes Bild orthodoxen-christlichen Glaubens darstellte, bereits mehrmals gestohlen und erschien jedes mal wie von Zauberhand wieder an seinen bisherigen Platz.

Text von Claudia Schleicher