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Ierpetra

Im Südosten der Insel Kreta findet der Reisende die Stadt Ierpetra, die mit einer Einwohnerstärke von etwa 23.700 Einwohner in allen ihr zugehörigen Gemeinden aufwartet.

Die touristisch unerschlossene Stadt offenbart sich in ihrem ganzen Charme besonders in der sehenswerten Altstadt. Hier sind die kleinen Gassen mit ihren spezifischen, liebevoll gepflegten Bauwerken prägend. Dominiert wird das Bild einer Stadt aus dem 17. Jahrhundert von der damals errichteten Festungsanlage, die heute ein archäologisches Museum beinhaltet. Besonders gut erhaltene Gebrauchsgegenstände der einzelnen Epochen können hier in diversen Ausstellungen bewundert werden. Aufgrund der geschichtlichen Bewandtnis ist besonders die Sammlung der Bronzezeit sehr umfassend. Das bekannteste Objekt des Museum ist jedoch ein 1,50 Meter hohes Abbild der Madonna.

Der Einfluss türkischer Vorherrschaft wird gerade an den vorhandenen Moscheen deutlicht, die neben den orthodoxen Kirchen das Altstadtbild ergänzen. Aufgrund der ländlichen Atmosphäre gilt die Stadt Ierpetra als Geheimtipp unter den wiederkehrenden Besuchern der Insel. Jedoch braucht man auch in dieser Abgeschiedenheit keineswegs auch Annehmlichkeiten und Gewohnheiten verzichten. Gerade den kulinarischen Genüsse wird hier eben so viel Beachtung geschenkt wie in jeder anderen Stadt Kretas. Jedoch ermöglicht sich hier eine leichtere Integration in das bestehende Leben der Gemeinde, da diese Bewohner besonders offenherzig erscheinen. Auch die dort lebenden Auswanderer erleichtern den Einstieg in einen Urlaub der neue Dimensionen der Verständigung eröffnet.

Die landschaftliche Gegend um Ierpetra wird geprägt von den endlos erscheinenden Stränden, die aufgrund des Nordwindes ideale Bedingungen zum Surfen und Segeln bieten. Dieser sportlichen Faszination hat man sich auch in der Gestaltung des Hafens angepasst. Von dort ist es auch möglich, die naheliegende Insel Hrysi zu erkunden. Auf einer Schifffahrt dorthin, kann man in dem kristallklaren Wasser eine faszinierende Unterwasserwelt beobachten und sich an den zahlreichen Meeresbewohnern erfreuen.

Auf der Insel Hrysi angelangt, erwartet den Besucher eine unberührte Natur die auch unter Naturschutz steht, und somit ideal für Tagesausflüge ist. Hier leben in natürlichen Territorium geschützte Tierarten. Besonders empfehlenswert ist dieser Besuch dem Reisenden, der exotische Pflanzen betrachten möchte, die aufgrund der extrem heißen Bedingungen und der kühlen Brise des Meeres prächtig gedeihen.

Text von Claudia Schleicher